Steffen Zimmermann und Rutte Gin

Steffen Zimmermann – Sellerie, Tulpen und lebensoffene Tresenziele

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„Ich reduziere die Dinge gerne auf das Einfachste, aber das mache ich dann richtig gut.“ Einfach und gut. Authentisch und mit ganzem Herzen. Geradlinig und punktgenau. Steffen Zimmermann ist kein Mann großer oder verschnörkelter Worte. Er ist kein Brand Ambassador, der verkrampft und verkünstelt versucht anderen seine markigen Flaschen schmackhaft zu machen. Steffen ist kein Schwätzer, sondern ein Macher. Er entwickelt für sich ein inneres Bild und setzt dann alles daran, dieses Ziel, seine Vision zu erreichen. Und, dass er dabei auch mal mit einem türkisblauen Tulpenanzug auf dem BCB herumläuft oder schräge Guest Bar(t)tendings einlegt, spricht nicht nur für seinen unverwechselbaren Humor, sondern auch für seine gleichzeitig zielstrebige, aber niemals verkrampfte Herangehensweise an das Brett, „seinen“ Rutte Gin und das Leben.

Steffen Zimmermann und Rutte Gin
Credit: Jens Gyarmati

„Wenn man keine Angst davor hat, alles zu geben, dann hat man auch immer Arbeit. In dem Moment, wo man etwas wirklich von Herzen macht, wird man auch erfolgreich sein und die Dinge fügen sich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bisher immer die richtigen Menschen im richtigen Moment auf mich zu kamen. Dafür bin ich meinem Leben sehr dankbar.“ Steffen, der seit knapp zwei Jahren Brand Ambassador für die holländische Traditionsdestillerie Rutte ist, ließ den Dingen in seinem bisherigen Leben ihren Lauf – und sie passierten. Doch dieses wahrlich hochprozentige Fließenlassen hat bei dem charismatischen Gastronomen keinesfalls etwas mit Passivität, Phlegmatismus oder gar einer naiven Blauäugigkeit zu tun. Vielmehr steht Steffen mit ganzem Herzen und voller Kraft hinter den Dingen, die er tut, ohne dabei verbissen zu sein oder seine Offenheit für Alternativen zu vergessen. „Ich habe immer einen Plan B. Schließlich bin ich Schlagzeuger und kein Sänger.“

Tresen-Landschaften, durchschlagende Bretter und französische Umdrehungen

Diese überlegte, aber doch lebensoffene Art Steffens ließ den heutigen BA schon interessante und  teilweise recht ungewöhnliche Wege gehen, wobei auch sein Start ins Berufsleben ein recht ungastronmischer und glasferner war, denn der gebürtige und überzeugte Berliner entschied sich Ende der 1990er für ein Studium zum Landschaftsarchitekten – eine Wahl, welche durchaus Rückschlüsse auf ein gewisses Faible für botanische Grundstoffe zulässt. Da der junge Studiosus jedoch zu viele Interessen und vermutlich auch zu viel Power hatte, um „nur“ zu studieren, spielte er nebenbei als Profischlagzeuger in einer TripHop-Band und koppelte darüber hinaus sein alltägliches Studenten- und Künstlerleben mit einer brettstarken Nachtaktivität in einer „lustigen Kreuzberger Eckbar“, welche schließlich als illustrer Startpunkt seiner gastronomischen Karriere betrachtet werden könnte.

Steffen Zimmermann und Rutte Gin
Credit: Jens Gyarmati

Als das Studium dem Ende zuging und auch die Karriere als Schlagzeuger eher begrenzt, und weniger ausufernd oder gar finanziell liquide erschien, ließ Steffen seine Kräfte zunehmend in hochprozentigere Bereiche fließen. „Ich habe Studium, Bartenden und Schlagzeug parallel gemacht, da mir alles Spaß machte. Die Entscheidung für die Gastronomie kam wie von selbst. Die Sachen sind passiert und ich habe meine Chancen wahrgenommen. Irgendwann war mir klar, dass die Gastronomie mein Weg ist.“ Und so stand Steffen ab 2003 mit David Wiedemann im Sage Club am Brett, absolvierte in der Barschule Rostock seine Ausbildung zum „IHK Profi Mixer“ und gründete schon bald gemeinsam mit David die Barschule Sage Cocktails. „Die Gastronomie passt einfach perfekt zu meinem Lifestyle. Ich hatte immer viele Interessen, wie beispielsweise das Schlagzeug und durch die nächtlichen Arbeitszeiten kann man den Tag perfekt nutzen – jedenfalls, wenn man seinen Job seriös und ernsthaft ausübt und nicht nach jeder Schicht um die Häuser zieht.“

Steffen Zimmermann und Rutte Gin
Credit: Stjepan Sedlar

Sicher war es auch diese leidenschaftliche Professionalität, welche Steffen an die damals angesagtesten und innovativsten Tresen der Hauptstadt brachte. „Alle haben damals nach Berlin geguckt. Bars wie das Buck and Breck, das Reingold oder die Schwarze Traube eröffneten und plötzlich wurde das Bartenden auch gesellschaftlich immer mehr als Beruf wahrgenommen.“ Nachdem Steffen zusammen mit Tresengrößen wie Philip Bischof das Image der damals neu eröffneten Amano Bar aufrührerisch mit prägte und in Bars wie der Bar Tausend ausweitete, vergrößerten sich im Jahre 2010 auch seine Kompetenzen in Sachen Tresenmacht, denn Steffen wurde Barbesitzer. In seinem Heimatkiez Kreuzberg eröffnete er die Bar Raclette, welche das flüssiges Pendant zum Restaurant La Raclette von Peer Kusmagk darstellte und so eine lebensfrohe, nordfranzösische Enklave auf grauen Berliner Pflastern bildete. „Das Raclette war ein absoluter Wohlfühl-Laden im Stil der 1920er Jahre in Frankreich. Es gab keine fancy Kreationen, sondern einfache, gute Drinks, erfrischende Aperitifs und eine wunderschöne warme Atmosphäre. Mit Bartendern wie Dennis Wolf, Andreas Künster oder Christian Kern hatte ich zudem immer Leute bei mir, die meinen Weg und mein Verständnis für die Bar geteilt haben.“ Da der Berliner Nachbar jedoch oftmals eher mit deutscher Zeitkorrektheit und weniger mit französischem Laissez-Faire gesegnet ist, wurde Ende 2015 klar, dass die letzten, übersprudelnden Stunden dieser göttlich französischen Enklave geschlagen hatten und die Sonne über Steffens Rühr-, Shake- und Schaffensplatz langsam, aber sicher unterging.

Love on the first sip und brennende Entscheidungen 

Steffen Zimmermann und Rutte Gin
Credit: Rutte

Da Steffen jedoch immer einen Plan B hat – schließlich ist er Schlagzeuger – und darüber hinaus dem Leben erlaubt zu passieren, kam es wie es kommen musste und neue Türen wurden geöffnet. In diesem Fall von Thorsten Husmann, der als Berater für die holländische Rutte Destillerie tätig war. „Als Thorsten mir das Angebot machte Brand Ambassador für Rutte zu werden, war ich nicht gerade euphorisch. Ich hatte schon seit Jahren nebenbei als freier Barmann und selbstständiger Berater gearbeitet und war, um ehrlich zu sein, bei der Aussicht auf eine Festanstellung eher zögerlich.“ Doch Steffen ließ sich dazu überreden einen hochprozentigen Ausflug zur Rutte Destille in Dordrecht nahe Rotterdams zu unternehmen – nicht zuletzt, weil auch befreundete Kollegen wie Sven Riebel, Rene Soffner und Jörg Meyer bei diesem Ferienlager FSK 18 mit von der beschwingten Partie waren. „Ich habe mich sofort in die Destille verliebt – ihre Echtheit und Authentizität. Rutte ist ein echtes Traditionshaus. Hier wird seit Generationen ein ehrliches Handwerk weitergegeben und das spürt man in der Brennerei einfach in jedem Detail. Außerdem macht Masterdestillerin Myriam Hendrickx dort einen unglaublichen Job.“

Steffen Zimmermann und Rutte Gin
Credit: Rutte

Als Steffen in Dordrecht ankam war es um ihn geschehen. Er war sofort fasziniert vom Heritage der Marke und ihrer weitreichenden Familiengeschichte. Simon Rutte, der die Destillerie 1872, im Hinterraum seines kleinen Cafés gründete, entwickelte Rezepturen für vollmundige Genever und außergewöhnliche Destillate, die bis heute erhalten blieben. Und nicht nur die kräuterigen Kombinationen und das Rutte’sche Faible für würzigen Blattsellerie überlebten bis in unsere Tage, sondern auch das Credo des Hauses „We are botanical distillers“  wurde über die Generationen hinweg in Ehren gehalten sowie in Flaschen gebannt. Diese Authentizität des Traditionsunternehmens Rutte, die hohe Qualität der Produkte sowie die familiäre Arbeitsatmosphäre gepaart mit spannenden Möglichkeiten bei BORCO-Marken-Import, dem deutschen Distributeur, überzeugten Steffen schließlich Stück für Stück und Schluck für Schluck den Posten als Rutte Brand Ambassador anzunehmen. „Das Leben sagte einfach zu mir: Das musst Du machen!“

Sellerie, Malzwein und einprägsame Botanical Brausen

Steffen Zimmermann und Rutte Gin
Credit: Rutte

Und Steffen legte los. Allerdings nicht ohne sich genau zu überlegen in welche Richtung er stürmen und shaken wollte. Denn Anfang des Jahres 2016, war dem frisch gebackenen BA vor allem eine Sache klar: „In Deutschland wartete keiner mehr auf einen neuen Gin. Allerdings war und ist Genever, der Urvater des Gins, für die meisten Bartender und Gäste noch weitestgehend unbekannt.“  Diese Lücke im Geiste sowie in der Backbar wollte Steffen schließen – und zwar mit einem der drei Haupt-Qualitäten seines neuen Arbeitgebers. Im Hause Rutte wird nämlich neben einem klassischen Dry und einem ungewöhnlichen Celery Gin auch der Rutte Old Simon Genever destilliert, welcher durch seine nussigen und vollmundigen Aromen die Zunge überrascht und den Gaumen kitzelt. „In Blind Tastings liegt Genever aufgrund seines malzigen Geschmacks oftmals näher an Whiskey als an Gin. Neben Wacholder ist es nämlich vor allem der enthaltene Malzwein, welcher dem Genever seine typischen Aromen verleiht.“

Steffen Zimmermann und Rutte Gin
Credit: Rutte

Bereits vor mehreren hundert Jahren gehörte das vollmundige Destillat aus Holland an sämtlichen, europäischen Adels- und Königshöfen zum guten Ton sowie auf die gedeckte Tafel. Als im 17. Jahrhundert der Genever in England mit König Wilhelm von Oranien ebenfalls zur Nationalspirituose erklärt wurde, begannen englische Destillateure das Land und sich selbst hochprozentig neu zu erfinden. Die Stunde des London Dry Gins hatte geschlagen, wobei die Engländer zwar die Wacholdernote, nicht aber den Einsatz des Malzweins von ihren holländischen Kollegen übernahmen.

Steffen Zimmermann und Rutte Gin
Credit: Rutte

Und, weil das Leben bekanntermaßen ein Fluss ist und gerade klare Bäche gerne mal überschwappen, wurde dieser neue „malzfreie“ Gin aus England auch jenseits des Atlantiks von holländischen Destillateuren antizipiert sowie zur Flasche gebracht. So wird in Holland auch heute noch ein, dem klassischen London Dry Gin ähnliches, Wacholderdestillat mit „jonge“, sprich „die neue Art“ bezeichnet und der ursprüngliche Genever mit „oude“, also alt, gekennzeichnet. Den Old Simon Genever aus dem Hause Rutte  – benannt nach dem Gründer Simon Rutte – serviert Steffen aufgrund seines auffallend nussigen Aromas und seiner Komplexität gerne pur als Digestif, oder er setzt ihn für kleinschluckige Klassiker wie Martinez oder Espresso Martini ein. Gerade beim Martinez ist der Old Simon nämlich auch der Garant für ein wahrlich entspanntes Trinkvergnügen ohne den fatalen Martinez Rush – das schnelle Kippen aus Angst vor temperaturbedingtem Qualitätsabfall. „Einen Martinez mit dem Old Simon kann man dank seiner tollen Aromatik auch getrost eine Weile stehen lassen. Der schmeckt auch noch wenn er Zimmertemperatur hat.“ 

Steffen Zimmermann und Rutte Gin
Credit: Rutte

Neben des ungewöhnlichen Genever sowie des Dry Gins – „Mild, aber mit Körper. Ein bestmöglicher Basis Gin, der glücklicherweise nicht versucht möglichst ausgefallen zu sein.“ – ist es vor allem der Celery Gin, welcher das Portfolio von Rutte und so manchen Drink von Steffen geschmackvoll abrundet. Dem ungewöhnlichen Destillat verleiht vor allem grüner Blattsellerie – nicht zu verwechseln mit seinen knollen- oder stangenförmigen Kollegen! – ein erfrischendes und würziges Aroma, welches insbesondere in Kombination mit einem klassischen Tonic Water, als Celery Tonic jedem feinschmeckenden Connaisseur oder brettstarken Barmann im Gedächtnis bleibt und ihn mit hochprozentiger Wahrscheinlichkeit zum Wiederholungstrinker werden lässt. Dieser Celery Tonic, mit seiner so einfachen wie einprägsamen Charakteristik, der dekorativen, aber nicht übertriebenen Selleriestange als Garnitur und dem unverwechselbaren, aber keinesfalls aufdringlichen Geschmack, spiegelt auch Steffens Herangehensweise ans Brett sowie das Leben glasvoll und tonic-klar wieder: „Ich mache Drinks, die Spaß machen und schmecken – einfache Sachen, die aber richtig gut.“

Bar(t)tendings, anzügliche Aufzüge und die spaßige Seite des Tresens

Nicht nur diese einfach richtig gute G & T-Variante ist innerhalb der kurzen Zeit von Steffens BA-Dasein zur tresenerprobten Legende geworden, auch andere Aktionen des findigen Markenbotschafters können wohl als legendär und erinnerungswürdig bezeichnet werden. „Ich habe oft einen leicht verstörenden Humor, den Rutte glücklicherweise teilt und mag, sodass ich viele Freiheiten habe. Es gibt ja oft Situationen, in denen man sagt: „Witzig! Das sollten wir mal machen!“ Ich mache sowas dann eben auch. Es gab in den letzten Jahren definitiv genug Ernsthaftigkeit. Die Zeit, wieder mehr Spaß zu haben, mutiger und individueller zu sein, ist definitiv gekommen – vor allem da heutzutage jede Limo einen BA hat.“ 

Steffen Zimmermann und Rutte Gin
Credit: Rutte

Und so sorgt Steffen mit brettharten und aufrührerischen Aktionen wie einem Guest Bar(t)tending im Herbst dieses Jahres – „Ich habe beispielsweise fünf befreundete Kollegen eingeladen, die ebenso wie ich Glatze und Bart haben. Am Ende wusste keiner mehr, wer wer ist.“ – für unverwechselbare Unterhaltung sowie das nötige Quentchen Publicity. Ein ähnlich augenzwinkerndes Spiel trieb der Rutte BA auch auf dem diesjährigen BCB. Zusammen mit dem US-Redakteur, Blogger, Bartender und Autor des Buches „Tonic Water AKA G&T WTF“, Camper English, unterhielt er die Besucher nicht nur durch einen recht übersprudelnden Vortrag zum Thema Gin and Tonic, sondern auch durch ein äußerst auffallenden Auftreten. So bildeten Camper und Steffen eine holländische Version des doppelten Lottchens und trugen die gesamte Messezeit über höchst kleidsame, türkisblaue Anzüge, welche von mannigfaltigen, roten Tulpen übersät waren, wobei große Brillen das themengerechte Outfit abrundeten und vermutlich auch Gin-bedingte Augenringe verdeckten.

Dass Steffen seinen Job auch weiterhin mit einem Augenzwinkern, den Top-Leuten der Barbranche sowie den höchsten, qualitativen Ansprüchen ausüben wird, ist mit glasvoller Wahrscheinlichkeit anzunehmen. Denn Steffen ist ein Mann der Tat. Er entwickelte in kürzester Zeit ein Gespür für die Marke Rutte und schaffte es, diese in weniger als zwei Jahren in die Backbars der bekanntesten und besten Bars Deutschlands zu bringen. Steffen geht seinen Weg und verfolgt seine Ziele, ohne jedoch aufgrund allzu verkrampften Strebens das Leben und seine Chancen zu übersehen oder gar zu verpassen. Und so kann und sollte man gespannt sein, was Steffen Zimmermann in den nächsten Monaten, Wochen oder vielleicht sogar Stunden noch so alles plant und in welchen brettstarken Winkeln er mit Celery Tonic, wilden Anzügen und schluckstarken Possen noch auftauchen wird. „Ich kann definitiv versprechen, dass ich für die Zukunft ein paar lustige Ideen habe.“ Na, dann Cheers lieber Steffen und Celery on!

Steffen Zimmermann und Rutte Gin
Credit: Rutte

 

 

Der Celery Tonic von Steffen

 

4-5 cl Rutte Celery Gin

10 cl klassisches, trockenes Tonic Water

Selleriestange als Garnitur

Den Gin in ein mit Eiswürfeln gefülltes Longdrinkglas geben. Mit Tonic Water auffüllen und der Selleriestange garnieren.

 

 

 

 

 

 

*No money. No cheers.: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit De Kuyper Royal Distillers und Rutte. Produkte von Rutte werden explizit im Artikel erwähnt und verlinkt. Auf den Inhalt des Artikels wurde keinerlei Einfluss genommen.

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