Sp(i)rit of the Moment – Der Negroni

Sp(i)rit of the MomentDer Negroni. Heimatverbundener Klassiker und weltumarmender Lebemann

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Süß und bitter. Klar und dicht. Flammend rot und eisig schimmernd. Der Negroni ist mehr als ein Drink. Er ist eine Klasse für sich. Eine eigene Cocktail-Kategorie und vielleicht sogar einer der ersten Drinks überhaupt. Der Negroni ist eine Tresen- und Lebenseinstellung. Ein weltgewandter Bon-Vivant, der es vermag zwei Städte, Italien und sogar die ganze Welt in seinem vollmundigen und kräftig-eleganten Körper miteinander zu vereinen.

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniDer Negroni bleibt sich selbst treu und schafft es doch, sich durch kleine, einem Augenzwinkern gleichende Nuancen, jeglicher Situation und Zeit anzupassen – ob tagsüber oder des nachts, als Aperitif oder Digestif, an grauen Wintertagen oder in sonnenbeschienen Terrassenstunden. Der Negroni überdauerte die Jahre und Jahrzehnte ohne an Reiz oder Charme verloren zu haben, um heute wie damals, in strahlendes Rot gekleidet, die Hände seiner Liebhaber und die Tresen der Welt zu zieren. Doch welches Geheimnis verbirgt sich hinter seiner bitteren Süße, seinem leidenschaftlichen Erröten und seiner eleganten Kraft? Wie schaffte es der Negroni, zahlreiche Herzen rund um den Globus für sich zu gewinnen, aber dabei niemals sein eigenes zu verlieren?

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniUm dem dunkelroten Filou auf die Spur zu kommen, sollte man zunächst einen Blick auf seine Herkunft und anschließend auf sein Inneres, seine komplexen Aromen werfen, denn gerade Letztere machen sein Vermögen, nicht nur Drink, sondern Kategorie zu sein, geschmackvoll deutlich. Für den Anfang wollen wir also ein wenig in die Vergangenheit reisen, die Vorstufen des Negroni entdecken und uns dem kühlen Roten so höflich wie entschlossen nähern. So stellt sich zuerst einmal die grundlegende und (vorerst!) schnell zu beantwortende Frage, aus was ein Negroni überhaupt besteht? Er ist die gleichteilige Vermählung des Bitterlikörs Campari mit rotem Wermut und Gin – oder einer anderen Spirituose. Doch dazu später mehr. Wichtig ist zunächst, dass seine Entstehung durch die Geschichte seiner Hauptzutat bedingt ist, nämlich dem Bitter Campari, und so wollen wir dieses rotleuchtende Herz des Negroni im Folgenden liebevoll sezieren und ihm tief auf seinen bitteren Grund schauen.

Das bittersüße Herz des Negroni

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniDie geheime Rezeptur des Bitterlikörs Campari wurde im Jahre 1860 von Gaspare Campari in Mailand entwickelt und festgelegt. Bei der Kreation der rot eingefärbten Spirituose, welche durch verschiedenste Kräuter, Wurzeln, Duftstoffpflanzen und Früchte – darunter Enzian, Kaskarillarinde, Chinin, Rhabarber und Granatapfel – gewürzt wird, hatte Gaspare Campari eine so naheliegende wie revolutionäre Idee. Bitterliköre und -schnäpse wurden zu dieser Zeit in Italien nämlich immer als Digestif, also nach dem Essen getrunken, und sollten den eigenen Verdauungssäften behilflich sein. Zudem war diese bittere „Medizin“ meist von weniger attraktiver, brauner Färbung und wurde recht bodenständig aus Stamperl getrunken.

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniWarum konnte es keinen Bitter geben, den man nicht nur als Digestif, sondern auch als Appetitanreger vor dem Essen genießen kann? fragte sich Gaspare. Und, warum konnte ein solcher Aperitivo nicht auch schmackhaft aussehen und beispielsweise in einem strahlenden Smaragdton leuchten? Und so schritt der Urvater des Campari ans Werke, beziehungsweise an die Brennblasen und erschuf seine neue, moderne Interpretation des Bitterliköres, welchen er sogleich in seiner neu eröffneten Mailänder Tagesbar Camparino an den Mann sowie die Frau brachte. Hier, nahe des Piazza del Duomo tranken die mondänen Mailänder das neue In-Getränk zunächst in drei Varianten, welche auch noch heute einen versuchenden Schluck wert sind. Entweder man nippt pur an der Spirituose, wobei die Aromen verschlossener bleiben und die Süße recht dominant im Vordergrund steht.

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniWer sich den Campari auf Eis bestellt, erlebt hingegen eine elegante Öffnung der Spirituose sowie die gleichzeitige Kompensation der Süße durch die Kälte. Eine weitere, ursprüngliche Möglichkeit ist der Shakerato, für welchen die Spirituose lang und fest mit Eis geshaket wird, sodass neben der Kälte zusätzlich noch Sauerstoff dazu beiträgt die eleganten Kräuternuancen ans Licht sowie an den Gaumen zu bringen. Die Kombination aus Kälte und Sauerstoff verwandelte den kräftigen Bitter also in einen leicht zugänglichen Aperitivo, welcher die Gäste im Camparino zusehends Campari-hungrig, beziehungsweise -durstig machte.

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniDies brachte den findigen Gaspare auf eine weitere Idee. Schon bald entwickelte er spezielle Soda Siphons für seine Tagesbar, welche es ermöglichten, das damals neu erfundene Sodawasser – ein mit CO2 versetztes, also karbonisiertes Wasser – als prickelnd-kalten Guss über den zuvor auf Eis gerührten Campari zu geben. Der Campari Soda war geboren und damit ein locker-leichter, Daydrinking Aperitif, welcher die Kategorie des Spritz Getränks so lässig wie süffig begründete.

Campari Soda: Das übersprudelnde Brüderchen des Negroni

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniWenn man einen solchen, etwas herben, fein prickelnden und zungenschnalzend schmackhaften Campari Soda im Glase hat, möchte man fast ein wenig verzweifeln, zu welch zuckrigen, bunten und Sirup-fiesen Spritz-Getränken es über die Jahrzehnte noch so kommen sollte. Und auch der Campari Soda selbst, der wohl als leichtester Negroni-Vorläufer betrachtet werden kann, wird zu einer traurigen Angelegenheit, wenn er ohne Wissen und Liebe zubereitet wird. Ein echter Könner in dieser ganz speziellen Red Zone ist Vollblut-Gastronom und Barmann Andreas Till. In seine Hände kann und sollte man sich getrost begeben, wenn man an einem lauen Münchner Sommerabend einen gewissen Soda-Durst verspürt und an seiner Tagesbar, dem so lebendigen wie entspannten „Baricentro“ nahe des Viktualienmarktes vorbei schlendert. Denn Andi rührt zunächst zwei Teile des roten Mailänders im Gästeglas auf Eis kalt und gibt erst dann einen Teil frisch schäumendes Sodawasser sowie eine Zitruszeste hinzu, sodass sich ein perfekt ausbalancierter und angenehm perlender Drink ergibt.

Milano Turino: Die zwei Seelen des Negroni

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniDoch kommen wir aus der angeblich nördlichsten Stadt Italiens zurück nach Milano. Da man schließlich nicht immer Campari Soda trinken kann und der Mailänder scheinbar schon zu Gaspares Zeiten stilvoll und neugierig war, kam es bald zu einer neuen Variante des roten Szene-Drinks. Neben Bitterdestillaten trank man in Italien damals auch gerne Wermut, ein mit Kräutern und Zucker gespriteter Wein, welcher größtenteils in der Stadt Turin inmitten des Weingebietes Piemont hergestellt wurde. Schnell war klar, dass dieser süße, rote Wermut sich vorzüglich dazu eignete, die Bitterkeit des Campari auszugleichen und der Mailänder Bitterlikör es umgekehrt vermochte die Süße des Turiner Weinerzeugnisses in rechte Bahnen zu lenken.

Sp(i)rit of the Moment – Der Negroni Und so kam es zur Weiterentwicklung des Campari Soda und zur Geburt des Milano Turino aus Mailänder Campari, Turiner Wermut und Sodawasser – ein Mix, welcher als erster und vielleicht sogar einziger Städte-Signature-Drink ins liquide Buch der Cocktailgeschichte eingetragen werden könnte. Vielleicht runzelt der trinklustige Leser jetzt angesichts des Milano Turino zweifelnd die Stirn, denn diese bittersüße, dunkelrot leuchtende und angenehm prickelnde Mixtur kommt einem doch allzu bekannt vor. Und richtig: Der Campari-Wermut-Klassiker wurde nämlich schon bald, genauer gesagt im Zuge der Weltkriege, in Americano umbenannt. Scheinbar bestellten, tranken und genossen die amerikanischen Besatzer zu dieser Zeit den unkomplizierten und flirtlaunigen Aperitif so wundervoll maßlos, dass sie selbst zum Paten des Italian Darlings wurden.

Italy is not enough: Die ganze Welt in einem Drink

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniDoch bei der liquiden Vermählung zweier italienischer Metropolen sollte es keinesfalls bleiben, denn zum Campari aus Mailand und dem Wermut aus Turin gesellte sich schon bald eine dritte Größe in Form einer weltläufigen Spirituose hinzu. Die Rede ist von englischem Gin, der als erste, hochprozentige Ergänzung, der zukünftigen Verschmelzung der Bitter-Wermut-Kombination mit so manch anderem Destillat Tür und Tor, beziehungsweise die Korken öffnete. Wie der englische Gin nun genau in den Milano Turino kam, weiß man nicht genau, doch, um es mit Andreas Till’s Worten zu sagen „Anekdoten sind eine wunderbare Sache, wenngleich man nie vergessen sollte, dass sie nicht ausschlaggebend für die Daseinsberechtigung eines Drinks sind.“

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniUnd so wollen wir uns dem sündig-unterhaltsamen Legendenspinnen widmen und uns erneut ins sonnen- und genussverwöhnte Italien begeben – genauer gesagt in die pittoreske Altstadt der mondänen Kunstmetropole Florenz. Ein schönes und vielleicht auch wahres Geschicht’chen besagt nämlich, dass sich im Jahre 1919 der junge Graf Camillo Negroni, beflügelt und inspiriert von einer Englandreise, seinen Lieblingsdrink, den Milano Turino „un piu forte“ und mit Gin anstelle des Soda-Wassers wünschte. Diese so gehaltvolle wie gute Idee des italienischen Bon Vivants schlug ein und der Negroni hatte von nun an einen Namen sowie seinen festen Platz am Tresen.

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniVielleicht kann man das Talent des Negroni, über den Glasrand in die Welt zu schauen, aber auch Davide Campari zuordnen, der nach dem Tod seines Vaters Gaspare im Jahre 1882 den Spirituosen-Konzern übernahm. Dass Campari Junior, der direkt über dem Camparino geboren wurde, die bittere Süße und leidenschaftliche Tönung seines Vater’s Destillats von Geburt an in den Adern trug und mit der Muttermilch aufsog, ist definitiv nicht von der Hand zu weisen. Und so verwundert es auch nicht, dass Davide sein Leben und seine Liebe dem Bitter und der väterlichen Firma widmete. Doch es gab auch eine zweite, ebenso bittersüße Leidenschaft, welche schon bald Davide’s Herz ergreifen und seine Schritte beflügeln sollte. Eine Liebe, welche immer unerfüllt blieb, ihn aber dennoch weitertrug und Campari auf der ganzen Welt bekannt machte. Bei genauerem Nachsinnen mutet es beinahe schon wundervoll-sonderbar an, dass es gerade eine unerwiderte Leidenschaft war, welche bewirkte, dass das Bitter Campari rund um den Globus be- und geliebt wurde – der Sohn des Hauses selbst jedoch die Liebe einer einzigen Frau nie erfahren durfte. Diese gewisse Dame war keine geringere als die damals berühmte Mailänder Opernsängerin Lina Cavallieri und, als die anerkannte Künstlerin auf Welttournee ging, verließ auch Davide seine Heimatstadt. Im Gepäck hatte er neben seiner glühenden Leidenschaft für die Angebetete auch seine zweite Liebe, die glutrote Campari Flasche. Als vielleicht erster Markenbotschafter, machte er auf diese Weise nicht nur sein Produkt, sondern auch dessen Spielarten inklusive des Negroni bekannt, sodass man diese großzügige und freigeistige Weltoffenheit des Hauses Campari durchaus als Kind von Davide’s Hingabe zur schönen Sängerin betrachten könnte.

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniUnd diese Liebe zur Welt trägt auch heute noch ihre Früchte, welche man nicht zuletzt während der alljährlich in mehr als 6000 Bars rund um den Globus stattfindenden Negroni Week ernten und genießen kann. Denn innerhalb dieser Woche fungiert der Negroni als liquides Bindeglied zwischen den Kontinenten, Nationen, Städten und Bars, sodass sich für sieben Tage lang ein bittersüßes Netz rund um die Welt spannt. Dieses Netz fängt dabei nicht nur Negroni-Liebhaber und diverse, mit der Cocktail-Dreieinigkeit spielende Bartender ein, sondern es fängt auch hilfsbedürftige Menschen auf. So werden Teilerlöse dieser – auf allen Ebenen – guten Drinks jedes Jahr an wohltätige Organisationen und Projekte gespendet.

Das Aroma-Gerüst des Negroni

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniNachdem nun die Geschichten des Negroni geistig und geistvoll aufgearbeitet wurden, kann man sich Fragen, warum dieser so einfache wie vielfältige Drink überhaupt zu einem solchen, legendenbildenen Klassiker wurde, welcher für kurzfristige Moden höchstens ein süffig-süffisantes Lächeln übrig hat? „Der Negroni ist eine eigene Cocktailkategorie. Nach seinem aromatischen Grundprinzip kann man, durch das Variieren der jeweiligen Zutaten, verschiedenste, neue Drinks kreieren. Gleichzeitig lassen sich aber auch viele, fancy wirkende Cocktails auf das simple Negroni-Muster zurückführen“, weiß Andreas Till.

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniDieses aromatische Gerüst besteht aus drei Grundpfeilern, nämlich dem Bitter, in Form von Campari, der Süße, durch den Wermut und der geschmacksverstärkenden Spirituose, also dem Gin – drei Geschmacksrichtungen, deren Zusammenspiel den Drink so spannungsvoll wie harmonisch erscheinen lassen und die Zunge des Trinkers herausfordern ohne sie zu stark zu überreizen. Im Grunde ist der Negroni also eine simple Dreieinigkeit, bei der dem Herz des Drinks, dem Campari, durch das geschickte Spiel mit Jigger, Rührlöffel und Eis, sowie dem Austauschen seiner Beigaben, die verschiedensten Wirkungen gegeben werden können und der Klassiker im Glase zu einem sich stets verändernden und jedem Anlass gerecht werdenden Filou wird. Die drei Grundpfeiler können darüber hinaus noch durch zwei weitere Komponenten ergänzt werden. Zum einen verleiht ein Twist, beispielsweise eine Zeste, eine krönende Espuma oder ein subtiler Dust dem Negroni ein neues Gesicht. Zum anderen können gezielt eingesetzte Cocktailbitters ihm zu einer anderen, geschmacklichen Gewichtung verhelfen und bestimmte Aromen in den Vordergrund treten lassen.

Kleine Spielereien und weltumfassende Veränderungen 

Sp(i)rit of the Moment – Der Negroni„Die Nuancen im Verhältnis der drei Grundzutaten sind entscheidend für einen guten Negroni. Aber ebenso sollte man sich auch über das Eis und die Zubereitungsschritte Gedanken machen, da man so die Wirkung des Drinks mit einfachen Mitteln stark beeinflussen kann.“ Wenn Andi einen Negroni zum Aperitif serviert, rührt er die Spirituosen im Gästeglas auf Eiswürfeln kalt, damit das Eis langsam schmilzt, der Negroni etwas weniger voluminös ausfällt, sich langsam verändert und so den Appetit auf mehr anregt. Als Garnierung eines solchen Aperitivo-Klassiker wählt Andi gern eine Zitronenzeste, um die Frische und Eleganz des Cocktails hervorzuheben. Ganz anders geht der erfahrene Barmann bei einem Negroni vor, welcher zum anstößigen Digestif oder an einem angenehm tiefer-gelegten Abend gereicht wird. Hier empfiehlt Andi, die drei Komponenten zuerst mit Eis in einem Rührglas zu vermengen, die smaragdrote Flüssigkeit anschließend auf eine große Eiskugel oder einen -block ins Gästeglas abzuseihen und eine Orangenzeste als nasenschmeichelnde und gaumenkitzelnde Garnierung zu verwenden. Auf diese Weise verwässert der Cocktail kaum, seine Dichte und tiefe Aromatik bleibt selbst während eines langen Abends erhalten und die würzig-duftige Orangenzeste sorgt Schluck für Schluck für eine fruchtig-süße Opulenz.

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniNoch intensiver als bei solchen subtilen Zubereitungsspielereien verändert sich der Negroni durch das Austauschen des Gins gegen einen anderen Hochprozenter. Denn dann vermag es der italienische Klassiker seine Trinker in neue, geschmackliche Gefilde zu entführen und sie sogar auf Weltreise zu schicken. Während der amerikanischen Prohibition entstand beispielsweise eine Variante des Negroni mit Whiskey – der so genannte Boulevardier. Andreas Till entwickelt diese, beinahe schon mafiöse Negroni-Spielart in seinem TurkeyChoke weiter, bei welchem der aus Kentucky stammenden Wild Turkey 101 Bourbon Proof eine würzige Bodenständigkeit und dezente Tabaknoten ins Glas und auf die Zunge bringt. Dieser kräftige Charakter wird durch den weniger herben und etwas weicheren Bitterlikör Cynar, anstelle von Campari ergänzt, wobei die dezenten Vanillenote des Kentucky Straight Bourbon von Anitca Formula Wermut aufgegriffen werden. So ist der TurkeyChoke ein gleichzeitig gehaltvoller und dichter, aber auch ausgewogener und subtiler Drink, welcher den perfekten Genuss nach einem opulenten Mahl darstellt und den Trinker – egal wo auf der Welt – geistig und gehaltvoll ans prasselnde Feuer eines wärmenden Kamins versetzt.

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniIn ganz andere geschmackvolle Gebiete katapultiert einen der Negroni jedoch, wenn er einen flinken Flirt mit der südamerikanischen Agave wagt. Denn ein Tequila Blanco gibt der Mischung aus Campari und Wermut eine straffe Frische, welche durch die Zugabe einer Limettenzeste noch verstärkt wird. Für etwas mehr Caramba sorgt dagegen ein Mezcal, sodass der geschmeidige Italiener plötzlich in verwegenen, rauchigen Kleidern auf der Bildfläche und dem Tresen erscheint.

Sp(i)rit of the Moment – Der NegroniSo einfach der Negroni im ersten Moment durch seine schlichte Dreieinigkeit auch scheinen mag, so wandelbar und virtuos kann er den Trinker doch immer wieder neu verführen. So sehr er Milano, der Wiege seines Campari-Herzens, treu bleibt, so weltoffen und innovativ vermag er es jeden Geschmack und jede Situation an- und auszufüllen. So ehrlich, klassisch und harmonisch sich seine drei Grundzutaten doch im Glase vermählen, so spannungsvoll bleibt ihr Spiel und lässt den Negroni niemals aus dem Rampenlicht des Tresens verschwinden. Und genau diese lichte Bühne wird ihm nicht zuletzt während der Negroni Week vom 5. bis 11. Juni gegeben, bei der ambitionierte Gastronomen wie Andreas Till, klassische Tresen und innovative Newcomer rund um den Globus dem dunkelrot leuchtenden Filou und all seinen, mal tänzelnden, mal schreitenden, mal schwebenden Spielarten huldigen, um ganz im Sinne des weltoffenen Cocktails unsere Erde Schluck für Schluck ein wenig besser zu machen. Mit ein wenig bitterer Süße, dunkelroter Leidenschaft und der hochprozentigen Kraft aus Milano, Turino und der ganze Welt.

 

Der klassische Negroni von Andi

2 cl Campari

2 cl Wermut

2 cl Gin (Menge kann je nach Alkoholgehalt variieren)

Zitronen- oder Orangenzeste als Garnitur

 

Der TurkeyChoke von Andi

2 cl Cynar

2 cl Antica Formula

2 cl Wild Turkey 101 Bourbon Proof

Orangenzeste als Garnitur

 

No click. No cheers.: baricentro.de

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*No money. No cheers.: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Negroni Week von Campari. Die Negroni Week wird explizit im Artikel erwähnt und verlinkt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.

 

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