Nouri Elmoussaoui aus dem Schumanns

Nouri Elmoussaoui – Etappensiege in Frankfurt, Tresentrainings in München und weltläufige Zukunftsvisionen

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Von der Garderobe an den Tresen. Vom Kleiderbügel an den Barlöffel. Von Frankfurt Ginnheim ins Münchner Schumanns. – Nouri Elmoussaoui ist sicherlich niemand, der stehen bleibt, Dinge planlos auf sich zukommen oder gar andere über sein Leben bestimmen lässt. „Ich habe für mich im Leben die Entscheidung getroffen, dass ich mich weiterentwickeln will. Ich denke deshalb immer in Etappen. Man kann in der Gastronomie nur erfolgreich werden, wenn man immer neue Schritte geht, alles gibt und sich so viel wie möglich mitnimmt, was einen weiterbringt.“ Bei diesem Vorhaben, seine Passion, das Bartenden immer mehr zu professionalisieren hat Nouri ein klares Ziel vor Augen und ein großes Vorbild vor der Nase. „Die Chance von Charles Schumann lernen zu können ist für mich als Barmann der Zenith. Ich bin jeden Tag aufs Neue geflasht von diesem Mann und kann es noch immer nicht fassen, dass ich in seiner Bar arbeiten darf.“

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsDoch nicht nur der gleichzeitig bodenständige und über allem stehende Charles Schumann ist für Nouri ein Vorbild, das ihn fasziniert und seine Schritte beflügelt. Angefangen von seinen ersten Jobs als Garderobier in Clubs wie dem Frankfurter Travolta bis hin zu liquiden Highlights wie seinem World Class-Sieg im vergangenen Jahr, gab es immer wieder Barmänner, die Nouri auf seinem Weg an die Hand nahmen oder auch mal liebevoll vorwärts schubsten; Menschen, bei denen Nouri das Gefühl hatte „die sehen etwas in mir.“ Vielleicht ist der Grund für dieses externe Coaching die Offenheit des jungen Barmanns, seine ernsthafte Herangehensweise ans Brett oder einfach die Tatsache, dass er sich weiterentwickeln will und dies auch mit jedem Wort, jedem Schritt und jedem neu ersonnenen Drink ausstrahlt. Vielleicht sind es aber auch gerade sein Durst nach Wissen und sein Hunger nach Höherem die bewirken, dass er – unbewusst oder bewusst – immer wieder Menschen anzieht und trifft, welche er für sich als Lehrmeister erkennt und zu solchen ernennt.

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsSchon zu Beginn seiner gastronomischen, oder vielmehr nachtgeschäftlichen Laufbahn begegnete Nouri ein solcher Mentor, welcher ihm den Weg an die Bar ebnete und damit dem bereits für den Tresen entfachten Feuer des jungen Mannes ein Brett und somit Futter lieferte. So wurde der in Frankfurt Ginsheim aufgewachsene und in Marokko geborene, heutige Barmann damals durch den Frankfurter Gastronomen Fabiano Di Letizia von seinem Studien-Nebenjob an der Travolta-Garderobe – „ich habe fünf Geschwister und nach der Schule wurde meine Kohle knapp“ – an den Tresen der First In-Bar geholt. Zu dieser Zeit hatte Nouri zwar keinerlei gastronomische Erfahrung und konnte „nicht mal einen Espresso ziehen“, aber das Brett übte nicht zuletzt aufgrund eines Besuchs in der Roten Bar eine hochprozentige Faszination auf ihn aus. „Als Teenager hing ich immer in einer Shisha-Kneipe neben der Roten Bar ab und hab mich gefragt, was die da eigentlich machen. Als ich später selbst für einen Drink in die Bar ging, war ich krass geflasht. Mit der Ernsthaftigkeit und dem Stil dort konnte ich mich total identifizieren.“ Als Fabiano ihm also die Chance gab, im First In an der Bar zu arbeiten, zögerte Nouri keine Sekunde und begann neben seiner wochenendlichen Garderoben-Schichten unter der Woche am Tresen zu shakern.

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsNachdem der angehende Barmann die grundlegenden Brett-Spielregeln begriffen hatte, gab es kein Halten mehr. Aus seiner Tresen-Affinität und einem zuckenden Flämmchen wurde mehr und mehr ein so leidenschaftlich-lodernder wie alles für sich einnehmender Flächenbrand. Recht schnell tauschte er auch im Travolta den Kleiderbügel gegen den Barlöffel, und hängte sein Studium auch gleich noch an den Haken. „Die Gastronomie ist meine Branche und ich liebe das Bartenden von ganzem Herzen.“ Und so folgte Nouri dem Schlag dieses hochprozentig angefüllten Herzens und begann sich ernsthaft und im neugierig mit der Mixologie auseinanderzusetzen. „Heute wird einem ja alles hinterhergeworfen, aber noch vor ein paar Jahren musste ich mich für jeden Workshop selbst anmelden und teilweise dafür betteln, überhaupt zu Schulungen gehen zu können.“

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsNeben diversen, brettharter Fortbildungsmaßnahmen fand sich der bereits zu Garderoben-Zeiten gut vernetzte Barmann – „Ich habe die Garderobe als Plattform benutzt.“ –  an den Tresen befreundeter Kollegen ein, um ihnen auf die Finger zu schauen und Löcher in den Bauch zu fragen. Dabei kam ihm zusätzlich die überschäumende und explosive Stimmung innerhalb der Frankfurter Barszene zu Gute, die zu dieser Zeit, vor etwa acht Jahren herrschte. „Damals hat das Roomers aufgemacht und dann das Gekko mit Sven Riebel, Gabriel Daun und Miguel Fernandez. Ich war da noch ein ganz kleiner Barmann, aber ich habe das Wissen aufgesogen. Du musstest ja nur bei den Jungs vorbeikommen und sie haben dir erzählt wie sie was machen. Wenn du wolltest, konntest du richtig viel lernen.“

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsDoch Nouri orientierte sich damals, als „kleiner Barmann“, nicht nur an bekannten Mixologen und versuchte sein Rühr- und Pour-Vermögen sowie sein liquide-theoretisches Wissen stetig zu erweitern, sondern er wusste auch, wann es an der Zeit war eine neue Etappe anzutreten. Als ihm von Seiten des Travolta-Mitbetreibers Julian Smith angeboten wurde, im neu eröffneten Chinaski, einem Hybrid-Konzept aus Club und Bar, anzufangen, zögerte der Nouri nicht lange, sondern spurtete mit eben so viel Enthusiasmus wie Energie los. Neben der Möglichkeit, gleichzeitig in einer anspruchsvollen Mixology-Bar und an einem Clubtresen zu arbeiten und dadurch Schnelligkeit und Genauigkeit gleichermaßen zu schulen, waren es erneut zwei Mentoren, welche seine Chinaski-Zeit bereicherten. Keine Geringeren als die Frankfurter Bargrößen Dandy Bermisa und Michael Jeckel hatten zu dieser Zeit im Chinaski das Zepter sowie den Barlöffel in der Hand und sorgten dafür, dass ihr „kleiner Barlehring“ ordentlich Schliff bekam – inklusive der ein oder anderen so herzlichen wie handfesten Zurechtweisung. „Ich wurde innerhalb eines Jahres von zwei ganz unterschiedlichen Barleuten ordentlich getrimmt. Dandy ist absolut klassische Schule. Er ist sehr akribisch und einfach in allem perfekt. Michi dagegen ist super kreativ und macht innovative Drinks. Mir wurde damals das erste Mal ernsthaft auf die Hand gehauen. Davor habe ich alles so gemacht wie ich es für richtig hielt.“

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsDa Nouri zu dieser Zeit nicht nur mit gespitzten Ohren, geöffneten Augen und gezücktem Barlöffel an seinen Fähigkeiten arbeitete, sondern sich auch die Frankfurter Szene in rasantem Tempo weiterentwickelte, kam es wie es kommen musste und sollte: Eine nächste Etappe und ein neuer Schritt bahnte sich für den stets voranstrebenden jungen Mann an. „Das schlimmste, was du als Bartender machen kannst, ist, dass du dich rückwärts bewegst oder stehen bleibst.“ Doch der Rückwärtsgang schien und scheint bei Nouri definitiv ordentlich zu klemmen, denn, als der Frankfurter Gastronom Jerry nach Roomers und Gekkos auch noch das Parlour aufmachte, stand Nouri bereits mit scharrenden Füßen und klopfendem Herzen in den Startlöchern – zu verführerisch erschien ihm die Vorstellung in einer so innovativen Bar arbeiten zu dürfen.

Nouri Elmoussaoui aus dem Schumanns„Das Parlour war schon geil, bevor es aufgemacht hatte. Das Design und das Drink-Konzept standen außer Frage und auch das Barteam war der Wahnsinn.“ Und so fasste sich Nouri an einem etwas glasvolleren Abend ein Herz und griff sich Jerry – beziehungsweise, er fragte den erfolgreichen Clubbetreiber, ob er am nächsten Tag Zeit für einen Kaffee hätte. „Dieses Kaffee-Treffen war dann so ein Fünf-Minuten-Gespräch. Jerry wusste schon worum es ging und sagte einfach, „Ja, du kannst im Parlour anfangen“.“ Als dann der Startschuss fiel und Nouri sich den selbst herbeigesehnten, neuen Herausforderungen stellen durfte, machte er zudem die Erfahrung nicht nur von einzelnen Personen gefördert zu werden, sondern dass vielmehr die gesamte Stimmung innerhalb der Barszene eine positive war und man ihm seine Erfolge von Herzen gönnte. „Ich muss da einen ehrlichen Credit an Frankfurt geben. Die Barszene ist so voller Liebe. Jeder unterstützt dich, jeder freut sich für dich und alle wollen, dass du weiterkommst.“

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsDie Idee sich gegenseitig zu bereichern und voranzubringen, prägte auch die Atmosphäre an seinem neuen Tresen-Platz, dem Parlour. „Das Team war einfach genial und ich habe eine ganz neue Herangehensweise an Cocktails und die Kreation von Bar-Menus gelernt. Jeder der Crew hatte ein ganz besonderes, eigenes Talent, aber alle haben auf demselben Niveau gearbeitet. Ich habe mir versucht von jedem mindestens zehn Prozent abzuschauen und anzueignen.“ Neben dieser befruchtenden Zusammenarbeit innerhalb des Teams hatte Nouri im weltläufigen Parlour auch vermehrt die Chance internationale Kontakte zu knüpfen, sodass der ambitionierte Bartender mehr und mehr über den Frankfurter Glasrand schauen konnte, um schließlich einen größeren, beinahe weltumfassenden Schritt zu wagen.

Nouri Elmoussaoui aus dem Schumanns„Mir war klar, dass meine nächste Etappe die World Class ist. Mein Parlour-Kollege Maxim Kilian wurde nach seinem Sieg 2014 echt gehypet. Das fand ich interessant – aber nicht wegen des Fames. Es ist einfach ein Fakt, dass du viel lernen kannst, wenn dich viele Leute kennen und du viele kennenlernst. Nur so öffnen sich Türen.“ Nachdem Nouri 2015 zwar ins Deutschland-Finale der internationalen Cocktail-Competition gekommen war, aber „nur“ Vierter wurde, hatte er hochprozentig Blut geleckt. „Ich sagte mir, nächstes Jahr gehe ich da hin und gewinne das Ding.“ Und nicht zuletzt diese selbstbewusste Aussage zeigt, wie entschlossen und ernsthaft Nouri seine Bar-Passion lebt und sein Leben in die Hand nimmt, ohne dabei verkrampft oder verbissen zu sein. Er hat nicht nur Träume, sondern er überlegt auch ziel- und treffsicher, welche Schritte zur Erfüllung seiner Ideen von Nöten sind. Und so begann er sich, das World Class-Deutschlandfinale vor Augen, ein Jahr lang mit Hilfe seiner Kollegen sorgfältig vorzubereiten, um den Wettbewerb dann genauso konsequent wie verdient im Sommer 2016 zu gewinnen.

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsEin fester Job im angesehenen Parlour und der hochprozentig schimmernde World Class-Pokal im Regal – man könnte und dürfte sich in Anbetracht solcher, geradezu traumhafter Tresen-Verhältnisse zu Recht ein wenig auf den verdienten Lorbeeren, beziehungsweise den vorgeschnittenen Limettenspalten ausruhen, den Erfolg genießen und müsste nicht unbedingt schon wieder an sämtliche Fantasien von übermorgen denken. „Da muss ich mich und andere junge Barleute echt mal ein wenig kritisieren. Wir sind oft zu hibbelig. Wir wollen immer von einem Ort zum anderen springen, dabei wäre es manchmal gut, einfach etwas länger zu bleiben. Andererseits will ich natürlich auch aus allem das Beste rausholen und die Chancen nutzen.“ Und eine solche, beinahe unwahrhaftig schöne Möglichkeit sollte Nouri schon bald erhalten, denn eine Person, die der junge Barmann schon seit Beginn seiner Mixologen-Laufbahn bewunderte, bot ihm eine Stelle an. „Ich hatte das Schumanns immer im Kopf und habe, nicht zuletzt weil ich boxe und Politik studierte, gewisse Parallelen zu Charles Schumann gesehen. Als ich einmal zu einem Event ins Schumanns eingeladen war, dachte ich gleich, dass diese Bar einer der schönsten Läden der Welt ist. Hier arbeiten Menschen seit über 35 Jahren und es ist wie eine Familie. Es war damals undenkbar für mich, dass ich hier jemals einen Job bekommen könnte und die Chance erhalten würde mit Charles zu arbeiten.“

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsSeine ehrfurchtsvolle Bewunderung sowie sein ehrlicher Respekt gegenüber seinem derzeitigen Chef und Mentor spornt Nouri – vielleicht mehr als je zuvor – dazu an sich stetig zu verbessern. Hier, im Schumanns bekommt er das Bild eines Barmannes und Menschen vorgelebt, welchem er selbst gern einmal entsprechen würde. „Charles hat das Bild eines ordentlichen Bartenders, der auch außerhalb der Bar etwas erreichen kann, definiert. Er ist ein Weltbarmann. Egal, ob es um Philosophie, Kunst, Design oder Politik geht – ein Weltbarmann muss überall mitreden können. Deshalb könnte er auch alles machen. Er könnte Politiker werden, Designer, Motivationscoach – oder er macht eben einfach nur Drinks. Es geht immer um die Balance zwischen Understatement und der Tatsache ein echt geiler Typ zu sein.“ Auch, wenn er ein „noch zu kleiner Barmann“ sei, als dass er in der Riege der Weltbarmänner mitspielen könne, ist es diese Art zu arbeiten und zu leben, die er für sich erstreben und Schritt für Schritt erreichen will. Bei diesem Weltbarmann-Sein geht es Nouri keinesfalls um oberflächlichen „Fame“, sondern vielmehr um eine nachhaltige Qualität des eigenen Tuns und das Gefühl, anderen gegenüber fair zu sein. „Ich liebe Aufmerksamkeit nur, wenn sie berechtigt ist. Ich wäre gern angesehen, weil ich zum Beispiel ein Buch geschrieben, neue Techniken entdeckt habe oder ein guter Arbeitgeber war. Ich will, dass die Leute einmal von mir denken: Das ist ein guter Barmann. Der hat etwas geschaffen. Der war humble.“

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsDas Schumanns erscheint Nouri für eine solche Selbstoptimierung und -findung genau der richtige Ort. Hier, bei Kollegen, die schon seit Jahren und Jahrzehnten an der Seite von Charles Schumann Cocktails mixen und Bratkartoffeln servieren, fühlt sich Nouri jeden Tag aufs Neue gefordert und gefördert. Dabei fasziniert ihn nicht nur das Wissen und Können seiner Kollegen und seines Chefs, sondern auch die Arbeitsatmosphäre in der berühmten Bar am Hofgarten. So erschaffe Charles Schumann als Arbeitgeber und Mensch ein Umfeld, in welchem sich jeder Angestellte wohl fühlen könne und etwas „vom Kuchen“ abbekäme. Nouri hat nie das Gefühl im Schatten seines Meisters zu stehen oder von oben herab behandelt zu werden, sondern vielmehr vermittele sein Chef ihm das Gefühl mitgenommen zu werden und sich weiterentwickeln zu dürfen. „Ich lerne von Charles nicht nur für meine Tätigkeit als Barmann, sondern auch für mein Leben und darüber hinaus auch wie man sich als guter Arbeitgeber verhält. Denn eine Bar machen kann jeder, aber einen Laden führen, in dem es den Mitarbeitern wirklich gut geht, ist eine echte Herausforderung – gerade im Zyklus des Kapitalismus.“

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsObwohl Nouri sich selbst als Lernenden betrachtet und auf seinem bisherigen Weg für jede Inspiration offen war, weiß er auch um die Sicherung seines eigenen Erfolges – und damit ist keine Profilierung, sondern vielmehr sein Profil gemeint. „Ich habe mich bis jetzt immer von Bargrößen leiten lassen. Ich habe viele verschiedene Sachen gesehen und versuche jetzt mein eigenes Profil zu erschaffen, denn es kann auch gefährlich werden, mal hier und mal da zu sein. Man darf nicht den Grip verlieren – genau wie ein Auto, das zu oft den Nürburg Ring gefahren ist. Das Schumanns ist sehr nachhaltig und deshalb ideal für mich, um meine Skills abzurunden und meine eigene Corporate Identity zu finden – natürlich eine, die man als Schumanns Bar vertreten kann.“

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsBei der Vervollständigung seines eigenen Profils möchte Nouri nicht mehr ausschließlich den bestehenden Trends und der Vielzahl von Strömungen – von gerührten Klassikern bis hin zu Rotationsverdampfer-Fantastereien – folgen, sondern auch in unangetastete, hochprozentige Fahrwasser vorstoßen. Aus diesem Grund betrachtet der brettsichere Pionier auch seine aktuelle Zusammenarbeit mit der französischen Vodka-Marke Grey Goose als Chance an etwas Neuem mitzuwirken und eine neue Etappe antreten zu können. So wird Nouri für deren Sommer-Kampagne Atelier of Taste, gemeinsam mit Sternekoch und Horváth-Inhaber Sebastian Frank ein so geschmackvoll-explosives wie spannungsvoll-korrespondierendes Cocktail-Food-Pairing entwicklen. Eine solche Drink- anstelle der Weinbegleitung ist gerade in Deutschland noch wenig populär, sodass Nouri dieses Töpfe- und Shaker-vereinende Neuland freigeistig und offenherzig betreten kann.

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsDabei reizt den jungen Tresenprofi beim Atelier of Taste vor allem, dass er nicht nur über den Glas-, sondern wirklich auch den Tellerrand schauen kann und sich eingehend mit Aromen-Pairing und sterneglänzender Haute-Cuisine auseinandersetzen darf. „Es ist eine tolle Oportunity mit einem Sternekoch zusammenzuarbeiten und es ist für mich eine noch nie dagewesene Herausforderung Drinks auf Speisen abzustimmen. Ich kann wirklich etwas Neues erschaffen und dabei auch meinem Profil eine neue Richtung geben.“  Vodka sieht Nouri dabei als ideale Grundlage um Aromen zu transportieren. Er betrachtet die klare und aus französischem Winterweizen gewonnene Spirituose dabei als weißes Blatt, auf welchem man mit einem guten Füller wunderschöne Sachen schreiben könne.

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsUnd genau eine solche, liquide-literarische Kreation, welche man geradezu als Liebesbrief an den Sommer und die Schönheit des Lebens betrachten könnte ist auch der Madame Marie Claire, welchen Nouri bei seinen Vorbereitungen auf das Grey Goose Projekt bereits in flüssige Buchstaben goss. Bei der Kreation und dem „Schreiben“ dieses sommerlichen Cocktails erinnerte sich Nouri an eine seiner inspirierendsten Erinnerungen, welche er mit Frankreich, der Heimat von Grey Goose, verbindet und die sich an einem lauen Sommerabend in der Bucht von Nantes ereignete. Es war einer dieser alltagsvergessenen Sonnenuntergangsmomente, in denen man nicht nach vorne schauen oder nach hinten denken will, nicht hierhin oder dorthin strebt, sondern ganz den Moment und die Schönheit des Augenblicks genießen kann. An einem solchen, freimütigen Abend traf Nouri, der mit guten Freunden unterwegs war, in besagter Bucht auf eine freundliche, ältere Dame, Madame Marie Claire, die den „jungen Leuten“ zuerst ein Glas Rosé kredenzte und sich dann bestens mit Ihnen unterhielt.

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsEine zufällige, aber so herzliche und stimmige Begegnung, dass sie Nouri in Erinnerung blieb und ihn gerne zurückdenken lässt. Und genau diese unbeschwerte, charmant-scherzende und freimütige Stimmung, die an diesem französischen Abend herrschte, bannt Nouri nun in seinen Drink – oder schreibt vielmehr eine aromatische Geschichte, welche den Trinker sofort in luftige Sommerlaune versetzt. So bildet das Herz von Nouris liquider Ode an diesen so stimmigen Abend und die freundliche, alte Dame der samtige, französische Grey Goose Vodka, welcher durch Zitronensaft eine angenehme Frische erhält. Dazu gibt Nouri, als Erinnerung an den Roséweine von Madame Marie Claire, etwas selbst gemachten und ebenfalls rosa im Glase leuchtenden Rhabarbersirup hinzu, welcher neben einer leichten Säure auch eine fruchtige Süße ins Spiel und auf die Zunge bringt. Abgerundet, beziehungsweise aufgegossen wird der französisch inspirierte Gaumenkitzler natürlich mit fein-perligem Champagner, wobei eine Zitronenzeste als Garnitur sowie eine Orangenzucker-Crusta die fruchtige Frische dieser liquiden Sommerimpression aufgreifen und ihre Aromen vertiefen.

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsDiese perlige und herzerfrischende Madame Marie Claire, bei der man – egal, ob ihm Schumann’schen Hofgarten, an der Bucht von Nantes oder an der französischen Côtes d’ Azur sitzend – das Leben mit mundvollen Zügen genießen kann, ist nicht umsonst von Frankreich, der Herkunft von Grey Goose inspiriert. So faszinieren den in der Mainmetropole aufgewachsenen Jung-Mixologen an diesem genussaffinen Land vor allem die hohen Qualitätsansprüche, welche dort in der Gastronomie, aber auch im täglichen Leben herrschen. „Die Franzosen haben nochmal einen ganz anderen Anspruch in Bezug auf Essen und Trinken. Ich bin froh, beim Atelier of Taste dieses Flair und diese Inspiration mitnehmen zu können.“ Obwohl Nouri als Kind nicht besonders oft mit feinen Amuse-Gueule und anderen amüsant-aromatischen Tellerchen gefüttert wurde – „meine Mama kochte immer marokkanisch und gegessen wurde daheim“ –, hatte er durch seine bisherige Gastronomie-Laufbahn immer wieder die Möglichkeit sich Biss für Biss „hoch“ zu essen, sodass sein aktuelles, fest-flüssiges Vorhaben als logische Stufe seiner kulinarischen Erfahrungen angesehen werden kann. Und nicht zuletzt seine Tätigkeit im Schumanns, welches dem Gast neben Cocktails auch eine so bodenständige wie gaumenfreudige Speisenauswahl bietet, bestätigt den Bartender darin, Topf und Tresen als Einheit zu zu betrachten. „Bar und Restaurant sollten immer harmonieren und zusammen funktionieren. Das ist so wie bei Kleidung. Du kannst einen Schuh vielleicht nicht mit einer Jacke vergleichen, aber beides perfekt kombinieren, sodass ein ganz eigener, neuer Look entsteht.“ 

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsAus dieser Überzeugung heraus, sieht Nouri auch jegliche Vorurteile von Seiten des deutschen Gastes gegenüber des noch ungewöhnlichen Cocktail-Food-Pairings als zusätzliche und geradezu an-shakernde Herausforderung beim Atelier of Taste an. Dabei ist es Nouri nicht nur an der weiß gedeckten Tafel von Grey Goose wichtig, seinen Gästen zwar neue, kulinarische Gaumenkitzel zu ermöglichen, sich jedoch niemals über deren Wünsche zu stellen oder ihnen gar aufgrund der eigenen Profilierung fancy Kreationen aufs Auge und in die Hand zu drücken. „Ein Barmann bedient – und in diesem Wort steckt dienen. Man sollte sein Ego herunterschrauben und versuchen den Gast aufzuklären, um ihm so zu neuen Genusserlebnissen zu verhelfen. Früher wollte ich Leute oft belehren. Das ist die falsche Herangehensweise. Es ist keine Lösung einfach frech und arrogant zu sagen: Ich mach dir keinen Hugo.“ 

Nouri Elmoussaoui aus dem SchumannsAn dieser spritzigen Stelle möchte man doch kurz anmerken, dass eine viel spannendere Möglichkeit sich feinperlig die Zunge sowie das Mütchen zu kühlen doch Nouris Madame Marie Claire wäre. Und man möchte ebenso dezent erwähnen, dass es eine famose Idee wäre, diesen herzerfrischenden und luftikussigen Gaumenkitzler im Hofgarten, mit Blick auf die so wundervoll französisch anmutenden Boule-Spieler zu genießen, um damit der Schönheit des Seins, der Leichtigkeit des Sommers, dem Werk Charles Schumanns und schließlich Nouri Elmoussaoui die Ehre zu erweisen – einem jungen Bartender, von dem man noch viel hören, trinken und erfahren will und wird. Einem ambitionierten Mixologen, der so bescheiden wie zielstrebig und so neugierig wie selbstbewusst seine Schritte lenkt, um niemals stehen zu blieben und stets voran zu schreiten – innerhalb der Schumann’schen Hallen und draußen in der Welt, sodass er seinem Ziel, ein Weltbarmann zu werden Tag für Tag näher kommt. Doch bis dahin kann man entspannt und zuversichtlich auf ihn anstoßen und ihm zu seinen bisherigen Etappensiegen mit einem freundlichen Lachen und einem herzlichen „Cheers“ gratulieren.

Der Madam Marie Claire von Nouri

4 cl Grey Goose Vodka

2,5 cl Rhabarber-Sirup

2 cl Zitronensaft

Champagner

Orangenzucker-Crusta und Zitronenzeste als Garnitur

Alle Zutaten bis auf den Champagner shaken. Alles in ein Highball-Glas mit Orangenzucker-Crusta auf Eis abseihen, mit Champagner aufgießen und der Zeste garnieren.

No click. No cheers.: schumanns.de

Nouri Elmoussaoui aus dem Schumanns

 

*No money. No cheers.: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Grey Goose Vodka. Grey Goose wird explizit im Artikel erwähnt und verlinkt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.

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