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No cheers. No me.

Ich schreibe gerne. Manchmal habe ich so viele Wörter und Sätze in meinem Kopf, dass mir ein bisschen schwindelig wird und diese ganzen Textereien schnell raus müssen. Und ich gehe gerne in Bars – auch wenn dort das Schwindelgefühl eher eine nicht bezweckte Neben-Tatsache ist. Warum also nicht beides verbinden?

Bars sind für mich Orte, an denen ich immer eine gute Zeit habe und abschalten kann. Auch den wortdrehigen Kopf. Ich sitze vorzugsweise am Tresen, treffe alte Freunde oder lerne neue Bekannte kennen und trinke mal Alkohol (Drinks) und mal keinen Alkohol (Wein). Und schon des öfteren verhalfen mir zu spät kommende Freunde – ich selbst bin in der Regel pünktlich – zu großartigen Tresen-Talks und daraus resultierenden Bekanntschaften. Denn, aus eben so viel Langeweile wie Interesse habe ich schon diverse Bartender in diversen Bars angesprochen, um über die Dreckigkeit des perfekten Dirty Martini’s zu diskutieren oder über die Süffigkeit der Weinauswahl zu fachsimpeln.

 

Barblog So passiert es eben, dass man ganz schnell viele hinterm Tresen kennen lernt. Dazu kommen dann noch Bar-liebende Freunde – allen voran meine doubletroublige, großartige, bessere Hälfte –, die einem neue Tresen und neue Menschen zeigen oder vorstellen und ganz schnell erfährt man Geschichten und Stories, welche einen überraschen, berühren, unterhalten oder faszinieren. Denn es ist eben nicht XYZ der mir meinen Boulevardier in Perfektion zusammenrührt. Und deshalb gehe ich auch lieber zu einem bestimmten Menschen, der eben in einer bestimmten Bar arbeitet, als an einen anonymen Ort. Dieses Gefühl, dass eine Bar mehr ist als ein Platz, an welchem es Drinks gibt, dieses ganze Drumherum – angefangen vom Konzept bis hin zu den Menschen, die hier arbeiten –, diesen ganzen Cocktail aus Zwischenmenschlichem, Lebensgeschichten und hochprozentigen Wahrheiten möchte ich hier, auf diesem Blog in textliche Kreationen gießen.

Dabei war ich allerdings nicht immer diejenige, die VOR dem Tresen saß und trank, sondern ich stand auch immer mal wieder hinter dem Tresen – und trank. Manchmal. Egal, ob als Barista während meines Philosophie- und Kunstgeschichte-Studiums oder als Barfrau beziehungsweise Service – ich mag es Gastgeber zu sein. Allerdings sind diese recht spät oder, besser gesagt, früh endenden Jobs mit meinem Dailybusiness als Marketingtexterin, Social-Media Betreuerin für Unternehmen aka Facebook-Schubse und Autorin weniger gut vereinbar. Und so habe ich beschlossen, dass die Seite VOR dem Tresen die meine ist.

Barblog Was gibt es noch zu sagen? Vielleicht, dass ich aufgrund meiner Wiesbadener/Rheingauer-Herkunft und meiner österreichischen Mama die Liebe zum Wein quasi in die Wiege gegossen und ins Herzerl bekommen habe? Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht nur Drinks mag, sondern gerne mal reinen Wein eingeschenkt bekomme oder weinsinnige Gedanken spinne. Dies allerdings erst nach getaner Arbeit, denn so nett ein gut fließendes Daydrinking auch ist – meine Gedankenströme und literarischen Ergüsse sind zwar inhaltlich hochprozentig aber auf reiner Wasser-Basis entstanden. (Fast Jesus-Style… aus Wasser Wein machen und so.)

 

WebsiteEine Sache liegt mir noch am Herzen: No cheers. No story. ist zwar mein erstes eigenes Projekt, doch ich schrieb und schreibe auch weiterhin für ganz tolle andere Blogs. So bespielte beziehungsweise beschrieb ich im vergangenen Jahr das geschmackvolle J’ADORE FOOD Magazin und habe auch einige der Artikel, welche ich für diese Format entwickelte, hier nochmals in überarbeiteter Form abgedruckt beziehungsweise online gestellt. Desweiteren tauche ich in regelmäßigen Abständen bei der coolen Crew aka dem luftballonleichten Blog Mit Vergnügen München auf und (leider) in unregelmäßigen Abständen bei den fresh to death Easywriters. Und auch für DAS Barmagazin a.k.a. MIXOLOGY greife ich seit kürzerem für den Onlinebereich zum Glas und zum Stift.

BarblogObwohl ich bei diesen anderen Magazinen auch schon im Gastronomie-Bereich herumgeschreibselt habe, konzentriere ich mich hier, bei meinem eigenen Baby, ausschließlich auf das, was mir am meisten Spaß macht und am Herzen liegt. Bars und Geschichten. Trinken und Schreiben. Wein und Wahrheit. Kurz: No cheers. No me. und No cheers. No story.

Also los geht’s meine Lieben: Lesen, prosten und posten!

 

 

Ps.: Eine kleine Sache noch, dann bin ich auch schon fertig. Drinks werden aus Spirituosen gemacht. Wein muss unters Volk gebracht werden. Texte brauchen viel Zeit und leider kann selbst ich nicht von Liquidem leben, geschweige denn mit Flaschen meinen Vermieter bezahlen. Deshalb: Ja, ich gehe Kooperationen ein. Sehr gerne sogar. Wenn sich ein sinnvoller Zusammenhang ergibt und die Story im Vordergrund steht. Denn: No money. No cheers. That’s the story.

 

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