No cheers. No christmas. – Der Rosemary’s Baby im The High

Um die Wartezeit bis Weihnachten zu verkürzen stelle ich euch ganz nach dem Motto „Abwarten und Drinks trinken“ jeden Adventssamstag eine Bar, einen Bartender und einen Christmas-Drink vor. Der jeweilige Cocktail kann eine Woche lang in der Bar bestellt werden und an jedem Abend erhalten die ersten fünf meiner Leser mit dem Code „No cheers. No christmas.“ den Drink aufs Haus. 

Und damit man sich auch so richtig auf die Feier(!)tage freuen kann, verlosen wir ganz Weihnachts-engelig am 23.12. eine Box der verwendeten Spirituosen. Einfach ein Foto des jeweiligen Drinks mit #nocheersnochristmas auf Facebook oder Instagram posten und mir hier folgen beziehungsweise hier liken.

 The High

Easy-Drinking und Hochgefühle – Der Rosemary’s Baby im The High

Fresh, clean und irgendwo zwischen Life is a beach, Welcome to Miami und Drunken Love angesiedelt sowie mit einer kleinen Prise Jingle-Bells versehen – Der Rosemary’s Baby, ein pink-leuchtender mit Rosmarin garnierter Highball, schmeckt und sieht aus wie ein ziemlich lässiger und sehr kopferfrischender Mixtape aus Weekend-Feeling und Low-Rider, angereichert mit Jiggern voller guter Laune und hohem Wow-Potential. Und genauso gut gelaunt und spaß-voll wie dieser Drink, ist auch das The High selbst, eine Bar, welche durch exotische Pflanzen, stylische Plexiglasleuchten und insbesondere ihre so talentierten wie unkomplizierten Besitzer jeden Gast sofort in Urlaubsstimmung versetzt.
The HighWer einen erholsamen Kurztrip ins The High antreten will, muss vorher zwar keine Passkontrolle durchlaufen, aber ein wenig ge-google-maped haben, denn der länglich-schmale Barraum reiht sich recht unscheinbar in die umliegenden Läden auf der Münchner Blumenstraße ein. Dabei schließt die von außen so angepasst wirkende Bar definitiv eine Lücke – und zwar nicht nur innerhalb der Häuserzeile. Denn wer das The High betritt, stellt schnell fest, dass sich die Bar durch ein ungewöhnliches Highball-Konzept und das so eigenwillige wie fröhliche Interieur von anderen Tempeln des gepflegten Trinkvergnügens unterscheidet. Große Wandspiegel, futuristische Plexiglasleuchten, eine durchsichtige Barkarte, grün-türkisene Samthocker und vor allem das effektvoll angestrahlte, dschungelartige Metallregal, welches deckenhoch von exotischen Pflanzen und liquiden Schätzen bevölkert und überwuchert wird, machen das The High zu einem Ort, den man eher in Miami oder L.A. angesiedelt hätte als hier, in der Münchner Innenstadt.

Die Bar The High in MünchenErschaffer dieses phantasievollen High(ball)lights sind allerdings zwei waschechte Münchner: André, der zuvor im Zephyr unter der Obhut von Lukas Motejzik Kräuter muddelte und Cocktails mixte, und seine Freundin Ella, welche durch ihre Tätigkeit als Stylistin nicht nur dem Laden seinen einzigartigen Look verlieh, sondern sich auch um die gesamte Drumherum-Organisation von Social-Media und Einkauf kümmert. Die beiden eröffneten das The High zwar erst im Frühling dieses Jahres, hatten aber schon länger vor, ein gemeinsames Bar-Baby in die Welt zu setzen – allerdings ohne sich genauere Gedanken bezüglich eines Konzepts zu machen.The High Doch die Nähe zum Gärtnerplatz und die unmittelbare Umfall-Entfernung zum Downtown Flash sowie relativ wenig Platz hinterm Tresen ließen in André und Ella die Idee wachsen, eine Easy-Living-Easy-Drinking Bar zu erschaffen, welche sich durch eine zwanglose Atmosphäre, eine buntgemixte Karte und ebenso buntgemixte Drinks auszeichnet.
Und so wandern oder besser sprinten hier in professionell zügigem Tempo liquide Kreationen über den Tresen, die schnell zuzubereiten und schnell zu trinken sind – kurz: wechselnde Highball-Kreationen in kleinen Gläsern. Ein wenig Spirit von Jörg Meyers Boilerman Bar, in welcher es nur klassische Highballs gibt, zusammen mit Bettina Kupsas kleindrinkigem Chug-Club-Konzept sowie jeder Menge eigener Einfälle und Phantastereien von Seiten Andrés und Ellas machen das The High zu einem wahren Paradies für Highball-Fans und Cocktailliebhaber.

Die Bar The High in MünchenUnd paradiesisch geht es hier nicht nur in Bezug auf die Pflanzen-Dekoration oder die verwendeten Früchte und Kräuter zu – Alle Drinks der wechselnden Karte werden in kleineren Einheiten und zu niedrigeren Preisen angeboten, sodass nach dem Genuss eines Cocktails das Portemonnaie des durstigen Gastes weder leer, noch derselbige voll ist. Vielmehr kann man sich sip by sip und Gläschen für Gläschen durch (annähernd) die ganze Karte durchkosten und fühlt sich hernach eher erfrischt, als dem Abgrund eines schwankenden Versumpfungs-Modus nahe. Die Bar The High in MünchenEin positiver Nebeneffekt an diesen mal fruchtigen, mal herben, aber immer süffigen Highballs ist außerdem, dass sich auch weniger Bar-erfahrene Besucher abgeholt und angesprochen fühlen. Dies bedeutet allerdings keinesfalls, dass nicht auch die Ansprüche von Liebhabern und Kennern der klassischen Trinkkultur bei Andrés Kreationen erfüllt und angefüllt werden – nicht umsonst genießen am lässigen Tresen der kleinen Bar auch sämtliche befreundete Münchner Mixologen gerne mal ein paar spaßige The High-Balls. Es muss ja nicht immer der strenge Old Fashioned sein.

Die Bar The High in MünchenGenauso phantasievoll und lässig wie die gesamte Bar und André selbst, ist auch der von ihm kreierte No cheers. No story.-Christmasdrink. Inspiriert von einem klassischen Fizz, zaubert der junge Bartender im fingerfertigen Hand- und Glas-Umdrehen eine pink-traumige Highball-Kreation ins schmale Glas, welche so fruchtig wie frisch und so aromatisch wie fancy ist, ohne dabei pappig-süße Limonaden-Gefühle hervorzurufen. Auf Zack – wie André eben arbeitet – infusiert er für seinen Rosemary’s Baby im Schnellverfahren den samtig schmeckenden und angenehm weichen Beluga Vodka mit getrockneten Brombeeren. Nach kurzem Muddeln verfärbt sich die zuvor farblose Spirituose in ein verführerisch dunkles Pink und das Aroma frischer Beeren umduftet wabernd das GlasThe High. Die aromatischen, getrockneten Brombeeren bringen dabei nicht nur sommerliche Leichtigkeit in die dunkel-vernebelte Jahreszeit, sondern sie haben, im Gegensatz zu frischen Beeren, den Vorteil selbst im Winter problemlos erhältlich und dabei extrem aromatisch zu sein. Die Fruchtigkeit des Beeren-Vodkas frischt André durch Zitronensaft sowie einen spritzigen Spritzer Soda auf. Ein Rand aus homemade Rosmarin-Zucker sowie ein gesmokter Zweig dieses aromatischen Krautes bringen hingegen eine angenehm würzige Herbe ins Spiel und auf die Zunge, sodass sich der Trinker sogleich an laue Nächte in südlichen Landschaften erinnert fühlt. Den Christmas-Clou aka das Quäntchen Jingle-Bells, welches diesen Pool-tauglichen Highball auch zum perfekten Getränk unterm Christbaum mach, verleiht ein Karamellsirup, welcher den Gaumen wie Mamas Sahnebonbons umschmeichelt und dem Highball eine angenehme Süße verleiht.

The HighFrische Früchte, Kräuter, selbstgemachte Sirups und spritzige Filler – Rosemary’s Baby ist definitiv ein Highball, welcher alleine durch seine harmonische Aromatik, seine süffige Leichtigkeit und angenehme Frische prima die reguläre Karte des The High zieren könnte. Eine Kreation, bei der man Schluck für Schluck den kalten Winter und den grauen Alltag vergisst, hier, in der kleinen Bar auf der Blumenstraße. Und spätestens am Wochenende, wenn freshe Beats aus den Boxen sowie frische Drinks über den Tresen strömen und die bunten Pflanzen mit den ebenso farbigen Highballs um die Wette strahlen, fühlt man sich ein kleines bisschen wie in einem immer-sonnigen Miami-HipHop-Video. Wo ist eigentlich Will?

Die Bar The High in München

Der Rosemary’s Baby von Ella und André:

3 cL Brombeer infused Beluga Vodka
2 cl Zitronensaft
1cl Giffard Caramel Sirup
5cl Soda
Für den Zuckerrand:
50 gr. Zucker
50 gr. getrockneter Rosmarin
Garnish:
2 frische Brombeeren, gesmokter Rosmarinzweig

 

No click. No cheers.: facebook.com/drinkourballs

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