Andi Sölva und sein Kalterersee

Andi Sölva – Weinvolle Seen, einschneidende Ideen und ausgezeichnete Flaschenrebellen

„Bevor ich zu alt werden sollte, riskiere ich jetzt noch was. Der schmale Grad zwischen neuen Ideen und alten Traditionen reizt mich einfach.“ Genau auf dieser schmalen Grenze aus Innovation und Traditionsbewusstsein, dem Grad aus Weltoffenheit und Heimatverbundenheit balanciert der Südtiroler Winzer Andi Sölva – mal elegant, mal artistisch, hin und wieder mit einem kleinen Wackler, aber doch mit einer so freigeistigen wie zielstrebigen Leichtigkeit –, wodurch er seit einigen Jahren nicht zuletzt die Bewohner seines Heimatdorfes Kaltern zum Staunen und Schlucken bringt. Und Schlucken lässt er nicht nur die Kalterer so einige, spannungsvolle Tropfen, denn Andi hat es sich zur Aufgabe gemacht den Kalterersee Vernatsch sämtliche D.O.C. Klassifizierungen und jeden interessierten Trinker ein wenig herauszufordern. „Ich will Weine erzeugen, welche die Menschen fordern und sie zum Diskutieren anregen.“

Andi Sölva und sein KaltererseeMit so viel Enthusiasmus und Passion trat Andi Sölva dem Thema Wein jedoch nicht immer entgegen, vielmehr gab es Zeiten, in denen er lieber vor den Trauben davon gelaufen wäre. „Früher, als Kind habe ich es gar nicht gemocht mit meinem Vater im Keller zu arbeiten.“ Doch bei diesen frühen, liquiden Verpflichtungen gab es kein Pardon, denn Andis Vater war hauptberuflicher Landwirt und hatte, wie so viele Südtiroler Bauern, neben dem Obstanbau auch ein paar Weinberge, welche es zu bestellen galt. Doch da man schließlich weiser wird und ab einem gewissen Alter auch die Früchte der anstrengenden Keller-Arbeit genießen darf, wandelte sich Andis Einstellung zu den verführerisch glitzernden, goldenen sowie rubinroten Strömen seiner Südtiroler Heimat, sodass der Ruf eines Freundes, man brauche am Landwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg noch Leute im Weinlabor, auf einen fruchtbaren Boden, beziehungsweise Andis offene Ohren stieß. Der sympathische Winzer vom Kalterer See begann also 1990 im Labor für Wein- und Getränkeanalysen zu arbeiten – ein Job, der auch heute noch sein Hauptberuf und Broterwerb ist. Im Labor lernte Andi nicht nur eine professionelle und analytische Herangehensweise an edle Tropfen,Trauben und Terroir, sondern vor allem der Austausch mit den Winzern aus der Region und das daraus resultierende, gegenseitige Lernen gefielen ihm und machten ihn mit der Zeit doch ein wenig durstig. „Im Labor hab ich schon irgendwann Lust bekommen selbst was zu machen.“ 

Andi Sölva und sein Kalterersee
Credit: Florian Andergassen

Die Möglichkeit nicht nur zu analysieren, sondern auch zu vinifizieren – und zwar unabhängig von des Vaters mahnender Hand – erhielt Andi im Jahre 2005, denn er musste und durfte die 1,5 Hektar Rebfläche seiner Familie, inklusive einiger Lagen mit bis zu achtzig und sogar 100 Jahre alten Stöcken, übernehmen. Obgleich er sich zuvor aus den familiären Weingeschäften eher heraus gehalten hatte, gab es nun für Andi im wahrsten Sinne des Wortes kein Halten mehr und er begann die Reben nach seinen Vorstellungen zu pflegen und zu erziehen. Vor allem der so genannte Kalterersee, der regionale Vernatsch Wein, musste sich dabei auf einige besonders intensive, pädagogische Zurechtstutzereien und Umerziehungsmaßnahmen gefasst machen. „Gerade der Kalterersee wurde damals von einem Großteil der Südtiroler Weinproduzenten stiefmütterlich behandelt. Das ist mir schon immer auf die Nerven gegangen.“ 

Andi Sölva und sein KaltererseeDieser, für die Region typische Wein, wird aus der in Südtirol autochthonen Vernatsch Traube gekeltert, einer extrem tanninarmen Rotweinsorte, welche zumeist leicht gekühlt getrunken wird und gaumenschmeichelnde Beeren-, Bittermandel- und Veilchennoten aufweist. Nur Vernatsch Weine vom Kalterer See sowie aus fünf weiteren, weingesetzlich festgelegten Gemeinden des Trentino dürfen die „D.O.C. Kalterersee“ auf dem Etikett tragen, wobei diese Bezeichnung nicht immer eine Auszeichnung war. Denn auch der rubinrot leuchtende Kalterersee Vernatsch blieb vor den Weinskandalen sowie der Massenproduktion der 1980er Jahren nicht verschont. Damals wurde er lieblos und nur auf große Erträge ausgerichtet „wie am Fließband“ produziert, um dann in Literflaschen gefüllt, in die Kehlen dickbäuchiger, deutscher Touristen zu fließen, welche mit dem süffigen Zechwein den Südtiroler Speck und ihre schlechte Laune hinunterspülten. Geprägt von diesen wahrlich dunklen Zeiten, in welchen der Vernatsch fälschlicherweise als unedle Traube degradiert wurde, stellte der Kalterersee für die meisten regionalen Weinbauern ein leidiges Pflichtfach dar, sodass den hellroten, ungewöhnlich großen und prallen Weinbeeren keine besonders große Aufmerksamkeit oder gar Winzerliebe geschenkt wurde – eine Tatsache, die schon Andis Vater bedauerte und die seinem Sohn erst Recht gegen den Strich ging. „Wenn mein Vater es nicht verhindert hätte, dann wäre unser alter Weinberg wahrscheinlich gerodet und der Vernatsch durch eine anderen Sorte ersetzt worden. Und auch ich schätze den Kalterersee über alle Maßen! Ich betrachte ihn als ebenso edel wie Cabernet, Spätburgunder oder andere, angesehene Rebsorten und behandele ihn auch genauso.“

Andi Sölva und sein KaltererseeSeine Idee sich von überholten Traditionen und eingekellerten Vorstellungen zu lösen, wurde alsbald durch einen Ausflug nach Frankreich bestärkt, welcher seinen suchenden Schritten eine neue Richtung gab und ihn zum Beschreiten unbekannter Pfade ermutigte. Denn hier, im Land großer Weine und kleiner Fässer, verliebte sich Andi in gerbstoffreiche Rote, allen voran die Tannat Weine aus der Region Madiran, nahe der Pyrenäen. Fasziniert von der Dichte und Fülle der Roten fragte er den hiesigen Winzern „Löcher in den Bauch“ und beschwingt von neuen Erkenntnissen wollte er das Gehörte, Gesehene und Verkostete auch nach seiner Rückkehr ins heimische Kaltern in die Tat umsetzen. Da er bis zu diesem Zeitpunkt, wie das Gros der Kleinbauern und Nebenerwerbs-Winzer in Südtirol, sein Erntegut an die Kellereigenossenschaft des Ortes, in seinem Fall Kaltern, abgegeben hatte und somit im Keller keinen Einfluss mehr auf seine Trauben ausüben konnte, beschloss er einen Teil seines Kalterersee nun mehr selbst zu vinifizieren, um sich auf diese Weise nicht nur geistig, sondern auch handgreiflich unabhängig zu machen.

Andi Sölva und sein KaltererseeAn dieser Stelle sei bemerkt, dass die Kellereigenossenschaften in Südtirol durch die große Anzahl an Nebenerwerbs-Winzern etwa 70 Prozent der Gesamtmenge an Wein produzieren. Anders als man es aus so manch anderer Weinregion kennt, sind die Kellereien in Südtirol ein Garant für die Qualität der produzierten Tropfen, da sie bereits im Weinberg intensiv und eng mit den Winzern zusammenarbeiten und so vom ersten Trieb bis hin zur Lese die Hochwertigkeit des Erntegutes sicherstellen können. Durch diese so professionelle wie leidenschaftliche Herangehensweise trugen auch die Kellereien in den letzten Jahren einen großen Teil dazu bei, die regionalen Weine an ihre jetzige Spitzenposition zu bringen. Neben des von genossenschaftlich organisierten Kellereien produzierten Weines stammen im 5300 Hektar Rebfläche umfassenden Anbaugebiet etwa 20 Prozent vom Verband „Südtiroler Weingüter“ – ein Verbund größerer Winzer, welche ihre eigenen sowie angekaufte Trauben selbstständig im Keller ausbauen. Die restlichen fünf Prozent der produzierten Flaschen stammt von freien Weinbauern, die ausschließlich ihre eigenen Trauben vom Weinberg bis zur Füllung eigenständig und unabhängig an- und ausbauen.

Andi Sölva und sein KaltererseeNachdem Andi sich also „ein bisschen“ frei gemacht und im Jahre 2007 einen Teil seiner Kalterersee Trauben aus der Kellerei genommen hatte, machte er sich daran, den so pfiffigen wie süffigen, leichtfüßigen Roten auf den Boden zu holen und ihn ein wenig zurecht zu stutzen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn mit dem Ziel dem Vernatsch, welcher zugunsten seiner frischen und weichen Aromatik traditionell im Stahltank oder Beton statt im Holz ausgebaut wird, mehr Intensität und Tiefe zu verleihen, griff Andi zur Rebzwicke und versuchte sich an einer neuen, recht einschneidenden Technik – ein Prozedere, welches sich bewährte und auch bei seinen aktuellen Jahrgängen zum Einsatz kommt.

Andi Sölva und sein KaltererseeSo erntet er nicht, wie sonst üblich, alle Trauben auf einen Rutsch, sondern lediglich einen Teil der reifen Beeren, um den Reben dann mit Schere und Zwicke zu Leibe zu rücken. Durch einen gezielten Triebschnitt wird den noch am Stock hängenden Reben die Wasserzufuhr genommen, sodass die sonst so prallen Vernatsch Trauben leicht eintrocknen und sich auf diese Weise die Aromen sowie der Zucker innerhalb der Beeren bündeln – eine Konzentration, welche den Trauben und später auch dem Wein zu mehr Intensität und Dichte verhilft. Nach vierzehn Tagen erfolgt dann schließlich die zweite Lese der leicht eingetrockneten Beeren, welche schließlich nach der Entrappung mit viel Maischekontakt im großen Holzbottich vergoren werden. Abschneiden, Eintrocknen, Maischekontakt und Holzausbau – Es verwundert nicht, dass der „verrückte“ Andi bei seinem ersten Experiment 2007 zunächst auf Kritik seitens seiner Nachbarn stieß und den ein oder anderen Dorftratsch über sich ergehen lassen musste. „Mein 2007er Jahrgang war mega, aber die Leute haben gesagt: Das ist kein Kalterersee.“ Hilfe und Bestätigung bei diesem glasvollen Konflikt erhielt Andi – wie sollte es anders sein – durch die neutrale Schweiz. „Meine ersten Käufer waren zwei Schweizer Urlauber, die aufgrund der Weinskandale sehr voreingenommen gegenüber dem Kalterersee waren. Die beiden waren begeistert von meinem Wein und ich sagte mir: Auf diesem Weg bleibe ich.“ 

Andi Sölva und sein KaltererseeAngespornt durch seinen ersten Erfolg begann Andi immer größere Teile seiner Trauben aus der Kellereigenossenschaft zu nehmen. Dies stellte ihn vor ein raumgreifendes Problem, denn ihm fehlte schlichtweg der Platz, sprich Keller um seinen rahmensprengenden Experimenten die nötige Reifezeit geben zu können. Nachdem er seine Weine anfangs im Weingut Klosterhof seines alten Fußballkollegen untergestellt hatte, baute er sich im Jahre 2010 schließlich seine eigene, allen technischen und klimatischen Bedingungen gerecht werdende, kleine „Weingarage“. Hier hatte er nun den nötigen Raum, um neben des in zweifacher Lese gewonnen Kalterersee auch seine Weißburgunder-, Riesling- und Cabernet Franc-Trauben nach den eigenen Vorstellungen und dem eigenen Geschmack auszubauen. Dieses kleine Weinrefugium war es schließlich auch, was ihn dazu bewegte nach und nach all seine Trauben aus der örtlichen Kellerei zu nehmen, und sich im letzten Jahr gänzlich als ein freier Winzer zu behaupten. Aufgrund seines doch recht zeitraubenden Hobbys reduzierte Andi seinen Job im Weinlabor der Laimburg zwar auf eine Dreiviertel-Stelle, doch er schätzt, damals wie heute, die Abwechslung zwischen Labor und Weinberg sowie den Austausch mit den Winzern. „Man lernt schließlich nie aus und die Natur stellt einen immer vor neue Herausforderungen.“ 

Andi Sölva und sein KaltererseeAndis freigeistige und querköpfige Kalterersee-Interpretation traf in seinem Heimatdorf zwar zunächst auf Kritik, trug aber auch zur generellen Aufbruchsstimmung in Sachen Vernatsch bei. „Die Ausbaumethode des Kalterersee ist durchaus ein Gesprächsthema und Diskussionspunkt unter den Winzern im Dorf.“ So wird seit einigen Jahren neben dem traditionellen Stahltank oder Beton, welcher auf Frische, Trinkigkeit und wenig Gerbstoffe abzielt, bei einigen Winzern und der Kellerei Kaltern selbst vermehrt das große Holzfass eingesetzt, um eine intensivere und dichtere Stilistik zu erzeugen. Bei diesen neuen Ideen und flaschenfüllenden Experimenten sind die Winzer – allen voran Andi – allerdings nicht komplett frei, denn, damit die Etikettierung „Kalterersee“ die Flaschen zieren darf, müssen die Weine einige, geschmackliche Kriterien der D.O.C. erfüllen. Und es geht sogar noch weiter mit Anforderungen und Herausforderungen, denn für die Kalterersee aus den Regionen nahe des Sees gibt es noch die Klassifizierung „classico – klassisch“ sowie die „Auslese“ für besonders hochwertige Weine. Trotz oder gerade aufgrund seiner experimentierfreudigen Art ist es Andi, der schließlich seit jeher in Kaltern lebt und stolz auf seine schöne Heimat ist, wichtig, seine Region und das Dorf zu repräsentieren. „Ich möchte mit meinem Kalterersee etwas Neues erschaffen, aber trotzdem will ich, dass er noch so heißen darf.“

Andi Sölva und sein KaltererseeFür den Worst Case, dass seine Flaschen die D.O.C. einmal nicht erfüllen könnten, hat Andi kreativ und vorausschauend, vorgesorgt und seinen roten Liebling „Sea“ getauft, wobei hiermit das Südtiroler Wort für See, S-E-A und nicht das englisch ausgesprochene S-I-E gemeint ist. Die Sorge, dass sein Sea es nicht durch die Prüfung schaffen könnte, durfte Andi bei seinem aktuellen Jahrgang getrost begraben, denn der rebellische 2016er entpuppte sich gradezu als echter Musterschüler. Neben der D.O.C. Kalterersee, erlangte Andis Sea nämlich auch noch eine ganz besondere Auszeichnung, welche nur wenige Vernatsch aus dem Weindorf Kaltern verliehen bekommen. Mit dem Credo „Für uns ist der Kalterersee ein moderner, gebietstypischer und einzigartiger Rotwein“ und einem großen Augenmerk auf Ertragsreduzierung sowie Ortstypizität prämiert das anspruchsvolle und innovative Dorf nämlich alljährlich die so genannten Kalterersee Charta-Weine. Zur Ernennung dieser besonders hochwertigen und ausgefallenen, rubinroten Tropfen kann jeder Weinmacher, so auch Andi, seinen aktuellen Jahrgang einreichen. Anschließend wählt eine unabhängige Fachjury in einer Blindverkostung die besten Weine aus, um diesen schließlich das prägnante, rote Charta-Siegel zu verleihen.

Andi Sölva und sein KaltererseeNicht zuletzt diese, ganz besondere Ehrung seines rebellischen Roten bestätigt Andi darin, dass er mit seiner Idee, Tradition und Innovation in der Flasche zu paaren, richtig liegt. Und nicht nur beim Kalterersee spielt der sympathische Südtiroler mit der Historie seiner Heimat, sondern auch sein Weißburgunder balanciert gekonnt auf dem Grad zwischen Vergangenheit und Moderne. Denn die Etiketten seines, im großen und kleinen Holzfass ausgebauten und an die Stilistik des Burgund erinnernden Weißen, ziert ein schwarz-weiß Bild der Kalterer Füllmannschaft aus den 1950er Jahren, worunter sich auch sein Vater befindet. Ebenso wie das Etikettenbild ist auch der Name des Weißburgunder „Wir mussten Künstler sein“ eine liebevolle Hommage an die flaschenvolle Historie seiner Heimat. So soll der damalige Kellermeister in Anbetracht der Entbehrungen des Krieges gesagt haben, dass sie schon Künstler sein mussten, um damals Wein machen zu können.

Andi Sölva und sein KaltererseeNicht nur dieser Weißburgunder ist ein kleines, in sich stimmiges Kunststück, bei welchem der Gradwanderer Andi es artistisch vermag mit erhobenem Haupt, aber bodenständigen Tritten elegant auf der Grenze von Tradition und Innovation zu wandeln. Auch bei seinem, Rosé, welcher im Saigné-Verfahren gekeltert wird, setzt Andi auf neue Ideen und seinen Kopf durch. Denn der knackige Tropfen – „Der hat schon ordentlich Zug und ist definitiv kein kleine-Mädchen-Rosé.“ – wird als griffige Flaschenpost in die Halbliter-Flasche gefüllt. Die ideale Größe also um auch schon tagsüber ein wenig rosa zu sehen sowie zu trinken, wobei das postalische Etikett schon beinahe dazu auffordertet den Flaschenschatz persönlich zu adressieren und an unbekannte Nebentische oder geschätzte Freunde zu versenden. Diese freundschaftliche und neue Freunde schaffenden Trinkidee ist stimmigerweise auch das Baby, beziehungsweise Ergebnis einer geistigen und liquiden Bruderschaft, denn Andi tat sich für diesen Rosé mit seinem alten Freund Norbert Kofler, der Weinberge in Terlan hat, zusammen.

Andi Sölva und sein KaltererseeUnd nicht nur für den Rosé ließen die beiden ihre Weine und ihr Können zusammenfließen, denn bereits 2009 bannten sie unter dem sinnigen Namen „Viribus Unitis”, Latein für „mit vereinten Kräften“, eine wahrlich kraftvolle, liquide Union in schwere Flaschen. Aus sechzig Prozent Lagrein, einer tanninreichen, autochthonen, Südtiroler Rebsorte und vierzig Prozent Tannat, welchen Andi seit seines Frankreich Ausfluges im Portfolio und Weinberg hat, kreierten die beiden Freunde einen so gehaltvollen wie nachhaltigen Tropfen, der die Energie der Südtiroler Sonne sowie die Passion der beiden Winzer mit voller Kraft in die Flasche und das Glase bannt. Dass dieser spannungsvolle und lagerungsfähige Wein eventuell ein kritisches Stirnrunzeln bei so manchem Kalterer Nachbarn auslöst, stört Andi dabei nicht. Schließlich entspricht der dunkelrote, anspruchsvolle Tropfen ganz dem Geschmack und der Philosophie des leidenschaftlichen Winzers. Es ist ein Wein, welcher ebenso wie auch sein Sea Kalterersee oder seine weißen Sorten die Zunge nicht nur harmlos kitzelt, sondern sie vielmehr spannungs- und geschmackvoll herausfordert, sodass man nach einigen, mundvollen Schlucken durchaus Redebedarf hat und ein wenig zum Nachdenken kommt.

Andi Sölva und sein Kalterersee„Ich will, dass die Leute meinen Wein nicht nur gern trinken, sondern sich auch mit ihm beschäftigen.“ Und genau dieser Balanceakt zwischen Trinkigkeit und Gaumenlänge, Tradition und Innovation, Heimatverbundenheit und Freigeistigkeit ist es, der die roten und weißen Tropfen aus Andi Sölvas Hand auszeichnet und aufwertet, sodass man Schluck für Schluck und Flasche für Flasche mehr schmecken, erkennen sowie verkosten will. Und spätestens wenn man eine Flasche Sea geöffnet sowie geleert hat, ist man schon gespannt darauf, mit welchen neuen, liquiden Ideen der sympathische Südtiroler seine Nachbarn im Weindorf Kaltern und jeden interessierten Trinker in Zukunft noch zum Staunen und Schlucken bringen wird.

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